Die amerikanische Website „Open Borders“, auf der zahlreiche Professoren Argumente für internationale Personenfreizügigkeit und offene Grenzen sammeln, hat kürzlich eine Petition, das Open Border Manifesto, veröffentlicht. Diese Position liegt uns sehr am Herzen, weshalb wir den Text an dieser Stelle für euch ins Deutsche übersetzt haben. Ihr seid herzlich eingeladen, die Petition zu unterzeichnen und somit ein Signal der Mitmenschlichkeit an die Ärmsten dieser Welt zu senden.


 

Personenfreizügigkeit ist ein Grundrecht, dass alle Regierung repsektieren und schützen sollten, wenn nicht außergewöhnliche Umstände dagegen sprechen. Dies schließt die Überquerung internationaler Grenzen ein.

Internationale und viele nationale Gesetze erkennen das Recht eines jeden Menschen, sein Land zu verlassen, bereits an. Dieser Recht darf nur in Extremfällen eingeschränkt werden, wenn die öffentliche Sicherheit bedroht wird.

Wir sind der Meinung, dass internationales und nationales Recht in gleicher Weise auf Menschen ausgedehnt werden sollte, die in ein anderes Land einreisen möchten. Auch wenn es Fälle geben mag, in denen die Regierung Ausländer anders behandeln sollte als ihre eigenen Bürger, sind Personenfreizügigkeit und die Freiheit, sich niederzulassen, fundamentale Rechte, die nur in absoluten Ausnahmefällen eingeschränkt werden dürfen.

Die Art und Weise, in der momentan die Grenzen gesichert werden, ist moralisch verwerflich und richtet großen volkswirtschaftlichen Schaden an. Grenzkontrollen schränken vor allem die Bewegung jener ein, die ohne böse Absichten kommen. Die meisten, die heute legal daran gehindert werden, internationale Grenzen zu überqueren, fliehen vor Verfolgung oder Armut, wünschen sich eine bessere Arbeit und ein besseres Zuhause, oder möchten schlicht die Lichter der Großstadt sehen.

Der Status Quo verhindert, dass Menschen wie Du und ich dem Leben und den Gelegenheiten nachgehen, die sie sich sehnlichst wünschen – und das, obwohl es ihnen kaum an Bereitschaft mangelt und sie keine Gefahr für andere darstellen. Millionen Menschen werden legal daran gehindert, ihr ganzes Potential auszuschöpfen und ihre Ambitionen zu verfolgen, und das auf der Basis eines Zufalls: der Ort, an dem sie zur Welt kamen. Es wirkt wie ein schwarzes Loch für das ökonomische und kreative Potential von Menschen auf der ganzen Welt. In einer Gesellschaft, die den moralischen Wert und die Würde eines jeden Menschen anerkennt, sind solche Methoden nicht zu rechtfertigen.

Wir setzen uns für legale und politische Reformen ein, die die Hürden für die Freizügigkeit von Millionen Menschen auf der ganzen Welt reduzieren und schließlich ganz abbauen. Die volkswirtschaftlichen Kosten einer restriktiven Grenzpolitik sind enorm, und der Tribut an Menschenleben unberechenbar. Für diese Ziel braucht es keine philosophische Utopie und keine Weltregierung. Als Bürger und Menschen fordern wir lediglich, dass unsere Regierung für die sinnlosen Einwanderungsvorschriften, die sie in unserem Namen erlässt, gerade steht. Grenzkontrollen sollten auf ein Minimum zurückgefahren werden, das nur noch den nötigen Spielraum zum Schutz der Volksgesundheit und der öffentlichen Sicherheit lässt. Internationale Grenzen sollten für alle geöffnet sein, in beide Richtungen.


 

Nicht zuletzt sollte an dieser Stelle auch noch auf die deutschsprachige Seite Offene Grenzen hingewiesen werden, deren Autoren auch hier immer wieder zu Wort kommen werden. Dort sind, ähnlich wie beim amerikanischen Pendant, viele Argument pro Grenzöffnung gesammelt, allesamt in deutscher Sprache.

 

Bei den Students For Liberty Karlsruhe gab es einen sehenswerten Vortrag zum Thema: