Die beiden coolsten Infos zum neuen Studiengang zuerst: Er ist in Berlin! Und die Idee dazu entstand, als die beiden Organisatoren gemeinsam joggen waren.

Die meisten VWL-Studenten haben die Wirtschaft nicht verstanden. Die Modelle sind mathematisch, abstrakt und lassen sich schwer auf die reale Welt übertragen. Mittlerweile wird auch öffentlich immer wieder Kritik an der Lehre an den Unis laut.

Die private Business and Information Technologie School (BiTS) bietet jetzt einen Gegenentwurf an. Der Master-Studiengang „Entrepreneurial Economics“ soll den Studenten den Frust nehmen und will den jungen Ökonomen ein Verständnis davon vermitteln, wie das Wirtschaftssystem funktioniert.

„Wir sind anders als: viel Mathe – und dann lange nichts“, sagt Hendrik Hagedorn, der den Studiengang mitentwickelt hat.

Interessierte können sich ab dem kommenden Sommersemester einschreiben.

Worum geht es im Studium?

Der Master-Studiengang setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen: BWL, VWL und Ideengeschichte. Hinzu kommen sogenannte „Skills“.

Im ersten Teil lernen die Studierenden den ganz normalen BWL-Kram. Alles, was man braucht, um später erfolgreich in einem Unternehmen arbeiten oder eines führen zu können: Rechnungslegung, Asset Management, Restrukturierung…. An der BiTS wird viel Wert darauf gelegt, dass die Studiengänge gut auf die Karriere in der Realwirtschaft vorbereiten.

Der VWL-Teil besteht hauptsächlich aus der sogenannten Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Eine Denkschule, die nicht auf mathematischen Modellen basiert, sondern auf Handlungstheorie. Denn auch wirtschaftliches Handeln ist Handeln und die Aktionen und Entscheidungen vieler Einzelpersonen ergeben schließlich das große Ganze: Die Wirtschaft.

Die herkömmliche VWL fällt trotzdem nicht weg. Zum Einen werden in jedem Themenfeld alle relevanten Denkschulen gelehrt und miteinander verglichen und zum Anderen wird die herkömmliche VWL auch im Lehrbereich Ideengeschichte behandelt. Ziel ist es, dass die Studenten verstehen, wie die verschiedenen Modelle entstanden sind und welchen Zweck sie haben. Diese Betonung der Ideengeschichte ist europaweit einzigartig. Der Fachteil Ideengeschichte hält noch ein weiteres Special bereit: Professor Stefan Kooths wird mit den Studis über drei Semester hinweg das Werk „Human Action“ des österreichischen Denkers Ludwig von Mises behandeln. Das Buch greift viele essenzielle Teile der österreichischen Schule auf und ist so das perfekte Begleitwerk für den VWL-Teil.

Bei den „Skills,“ die im Laufe des Studiums vermittelt werden, handelt es sich um nützliche Goodies, die im späteren Leben immer mal wieder gebraucht werden und die auch zum besseren Verständnis im Studium beitragen. Dazu gehören neben den klassischen Soft-Skills die Praxeologie, mathematische VWL und eine tiefgreifende statistische Ausbildung in insgesamt drei Fächern.

Den Studienverlaufsplan findet ihr hier.

Was muss ich mitbringen?

Gute Englischkenntnisse sind ein Muss. Entrepreneurial Economics wird auf englisch unterrichtet. Außerdem eine Vorbildung in Mathematik, Volkswirtschaft oder Philosophie. Ein Bacherlorabschluss ist auch nötig, allerdings nicht zwingend in einem der genannten Fächer. Letztlich ist die Aufnahme zum Studium eine Einzelfallentscheidung und so können grundsätzlich auch mathematikbegabte Biologen oder philosophisch interessierte Ingenieure einsteigen. Falls ein Kandidat die Zugangsvoraussetzungen nicht vollständig erfüllt, kann er an der BiTS einzelne Vorkurse im Bachelorbereich belegen.

„Für dieses Studium muss man lernwillig sein und sich – das ist das allerwichtigste – in der Tiefe mit theoretischen Volkswirtschaftlichen Fragen auseinandersetzen wollen,“ erklärt Hagedorn. Ihm ist es wichtig, dass zukünftige Studenten wissen, worauf sie sich einlassen. Das Studium bietet viele Möglichkeiten, ist aber kein Spaziergang. Er wünscht sich eine Gruppe, die diskutiert und die wirklich Lust hat, die Wirtschaft zu begreifen.

Und nach dem Studium?

Die Wirtschaftsnähe der BITS haben wir bereits erwähnt. Die Hochschule unterstützt ihre Absolventen mit einem weiten Netzwerk an Alumni und Unternehmern nach Kräften, nach dem Studium gut Fuß zu fassen. Der neue Studiengang Entrepreneurial Economics bereitet allein schon durch die Lehrsprache auf internationale Arbeit vor. Doch die Absolventen haben nach ihrem Abschluss auch eine gewisse strategische Meta-Kompetenz, die sehr wertvoll ist. Sie sollen sich in jedem Beruf gut zurechtfinden, weil sie nicht nur die kleine Blase sehen, in der sie arbeiten; sie haben während des Masters gelernt, das ganze System zu verstehen und können so leichter darin agieren. Vom Entrepreneur über den freien Unternehmensberater bis hin zum Manager stehen den Absolventen alle Berufe offen.

 

Mehr Informationen über Entrepreneurial Economics findet ihr auf der Webseite der BiTS.

BiTS_Logo_4C_EN_2