Das German Leadership Forum stellte den Schlusspunkt meiner Ausbildung zum Local Coordinator (LC) dar und ich war dementsprechend aufgeregt. Ich war aber auch voller Erwartungen und Vorfreude, die einen vor jeder Students For Liberty (SFL) Veranstaltung ergreifen. Vor mir lagen wohl wieder Tage des intellektuellen Austauschs, des respektvollen Miteinanders und Spaß. Ich wurde nicht enttäuscht…

Ich kam in Leipzig an und stieß auf die Anderen, die sich um Tische und Feuer versammelten. Eine gemischte Gruppe aus langjährigen Local Coordinators, Studenten und Studentinnen, die gerade ihre Ausbildung zum LC beenden oder auch mitten darin sind. Es sind auch ein paar dabei, die sich für SFL oder das „Local Coordinator Program“ interessieren und deswegen beworben haben. Einige kenne ich, von SFL Veranstaltungen wie der LibertyCon in Prag, die anderen lernen sich in offener Atmosphäre sehr schnell kennen. Bier und Grill stehen bereit und wir verfallen in verschiedene Gespräche – über Liberalismus, Physik, SFL, Wissenschaftstheorien, Hayek, Gott, Bitcoin und über diverse Anekdoten von vergangenen Veranstaltungen.

Am nächsten Morgen geht es nach einem gemeinsamen Frühstück los zur Universität Leipzig, an der uns gut ausgestattete Räumlichkeiten bereitgestellt wurden. Auf dem Weg ergeben sich die ersten Impressionen der Stadt Leipzig. Die Vorträge sind erkenntnisreich und anregend. Erklärt wird, wie es zur Ausgestaltung des jetzigen LC-Programms kam, welche Aufgaben vor uns stehen und wie wir diese erreichen können. Dann gibt es die erste Workshop-Phase “Wie baue ich eine Studentengruppe auf und halte sie am Leben“ – das für mich größte Highlight des Wochenendes. Wir tauschen viele tolle Ideen aus und Rick Wendler, Head of Recruiting für ESFL, gibt uns motivierende Worte und strukturierte Pläne mit.

Anschließend verteilen wir uns nach Interessenlage auf Workshops mit verschiedenen Schwerpunkten, Social Media und Magazin, Fundraising, Durchführung der Regionalkonferenz „Freiheit Is Future“ in Jena. Nach dem Essen werden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt um über kontroverse politische, ökonomische oder ethische Fragen abzustimmen. Sollte Organhandel legal sein? Wird Freiheit auch von außerstaatlichen Akteuren bedroht und wie geht man damit um? Und vieles mehr. Das macht mir immer großen Spaß, für andere ist es neu, über Grundsätzliches völlig frei zu denken und es ist überraschend, zu welchen Positionen man dabei gelangt.

Nachdem wir die Ergebnisse der einzelnen Gruppen ausgetauscht haben, geht zu Fuß es in ein nettes Lokal, in dem wir den Tag bei Wein und Bier ausklingen lassen. Dabei drehen sich die Gespräche um alles: Fußball, Erlebnisse, Intelligenz, SFL, Popkultur, Philosophie, Europa, Klimawandel. Zu späterer Stunde gehen die meisten in Hinblick dessen, dass es morgens wieder früh losgeht, nach und nach ins Hostel zurück. Ein harter Kern zieht aber vom Restaurant aus weiter in die Partymeile Leipzigs, um in einer anderen Bar den Abend ausklingen zu lassen.

An unserem letzten Tag reden wir darüber, wo wir stehen, was wir gut machen und besser machen können. Es ist ein offener Diskurs, bei dem wir auch Strategien besprechen. Dann verwandelt sich der Seminarraum durch gemeinsames Anpacken zum logistischen Zentrum, bei dem Tausende Flyer, Poster und T-Shirts auf die einzelnen Teilnehmer vergeben werden, welche sich wiederum über ganz Deutschland verteilen werden.

Schwer beladen mit Infomaterial und ausgestattet mit neuen Ideen mache ich mich auf, mit der Gewissheit, nun das das Rüstzeug zu haben, eine erfolgreiche SFL Gruppe in Hildesheim aufzubauen. Begleitet werde ich von den Worten von Roland Fritz und seiner tollen Abschlussrede, bei der er uns noch einmal vor Augen führte, warum es sich gerade jetzt lohnt, für die Freiheit zu kämpfen.

Die Stunden und Tage des Lesens und Aufnehmens der Inhalte des Local Coordinator Programms haben sich gelohnt. Mit SFL im Rücken, dem Knowhow, dem Beistand und der Attraktivität dieser Organisation werden wir auch in meiner Studienstadt etwas Großartiges aufbauen und unseren Beitrag dazu leisten, die Welt und seine Bewohner etwas freier zu gestalten.